"You may say Christ saith this, and the apostles say this, but what canst thou say? Art thou a child of the Light and hast thou walked in the Light, and what thou speakest is it inwardly from God?"
 
Das bedeutet:
"Ihr dürft sagen: Christus hat dies gesagt und die Apostel jenes, aber was könnt ihr selbst sagen? Seit ihr Kinder des Lichtes und seit ihr ins Licht gegangen, und was ihr sprecht ist es innerlich von Gott?".

Die Frage stammt von George Fox. Mitte des 17.Jahrhunderts war die Bibel noch nicht lange auf Englisch übersetzt und es gab durch den englischen Bürgerkrieg ein Machtvakuum, das erstmals eine gewisse Glaubensfreiheit ermöglichte.

Es stritten Anglikaner, Puritaner, Calvinisten, dutzende Sekten und unzählige Wanderprediger um die wahre Bibelauslegung.

Wir haben darin gewisse Parallelen zur heutigen Zeit gesehen. Heute streiten wieder Christen, Muslime, Buddhisten, Hindus, Humanisten, Agnostiker und Hedonisten miteinander, begünstigt durch liberale Gesellschaftsordnungen, freien Informationsaustausch und das Zeitalter der Völkerwanderung - also der heutigen Mobilität.

Die Antworten die uns G. Fox anzubieten hat, sind nicht starre Regeln, sondern der Verweis auf die Korrespondenz mit der inneren Stimme. Es geht also darum, mich selbst und mein Leben einer genauen Prüfung zu unterziehen und nicht auf fremde Autoritäten zu verweisen.

G. Fox ging davon aus, dass jeder Mensch diese innere Stimme vernehmen kann, und er nannte dies "das von Gott in jedem". Und dass die Bibel allein zu nichts nutze ist, wenn man nicht willens und fähig ist, das von Gott wahr zu nehmen.

Die Quaker haben mit G. Fox die Form der Stillen Andacht praktiziert, um in Verbindung mit diesem Inneren Licht zu treten. Viele Freunde weltweit folgen bis heute dieser Tradition (bzw. Überzeugung).